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Futtersuche

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Kinder, die in einer Stadt aufwachsen, kennen heutzutage nur Futter, das im Supermarkt gekauft wird. Hierbei handelt es sich häufig um vorgegarte Tiefkühlkost wie Lasagne, Baguettes oder Pizza, die entweder nur noch in der Mikrowelle erhitzt werden müssen oder im Backofen aufzubacken sind. Fertiggerichte und Suppen aus Dosen tun es natürlich auch – alles schnell und von Vollwertkost keine Spur. Für Kids stellen Schnelligkeit und Bequemlichkeit bei der Zubereitung von Speisen einen wichtigen, wenn nicht den wichtigsten, Faktor dar wenn es um die Aufnahme von Nahrung geht. Wenn der Familienverbund einigermaßen funktioniert, sorgen die Eltern zumindest an Wochenenden dafür, dass frische Waren eingekauft und aus diesen vollwertige Gerichte gekocht werden. Wenn das Essverhalten unserer Kinder nicht schon völlig von McDonalds, Burger King und Co. versaut ist, nehmen sie das von den Eltern gekochte Essen sogar zu sich.

Hier soll es jedoch darum gehen, dass Nahrungsmittel nicht unbedingt käuflich erworben werden müssen. Damit ist nicht Klauen gemeint, denn die Natur hält einiges für Menschen bereit, die mit offenen Augen durchs Leben gehen. Anlässlich eines Spazierganges am Wochenende fällt uns mit Sicherheit auf, welche Vielzahl von Pflanzen in unserer näheren Umgebung leben. Wenn wir zuvor diese Pflanzen aus unseren Augenwinkeln nur als ein diffuses Grün wahrgenommen haben, werden wir bei etwas genauerem Hinsehen unendlich viel Interessantes entdecken.

Da die Pflanzen sich vermehren wollen, produzieren sie allerlei Früchte und Samen. Diese sind zumeist essbar und sehr oft sogar wohlschmeckend und gesund. Überall dort, wo wir Menschen nicht massiv in die Kulturlandschaft eingreifen, breiten sich Brombeerhecken aus. Deren schwarze Früchte sind sehr wohlschmeckend und werden im August und im September reif. Selbst in Großstädten wird man sie finden und zusammen mit etwas Quark und Zucker ist schnell ein überaus leckeres Dessert zubereitet.

Der Haselnussstrauch wird in vielen Wohngebieten als Schattenspender angepflanzt. Auch in Parks wird er angepflanzt oder ist zugewandert. In den Monaten September, Oktober und November werden die Nüsse reif. Es ist durchaus lohnenswert, die herunterfallenden Nüsse zu sammeln. Im Jahre 2009 sammelte der Verfasser dieses Beitrages allein in einem Umkreis von einem halben Kilometer um sein Haus mehr als 15 Kilogramm Haselnüsse. Die Familie und viele Freunde wurden damit versorgt. Zur Weihnachtzeit kann man unter Zuhilfenahme einer Mühle daraus leckere Plätzchen backen.

Um uns herum wachsen Pilze. Man muss nicht einmal einen Wald aufsuchen, um sie zu finden. Augen auf ! In vielen Parkanlagen gedeihen Maipilze und Champignons. Und was ist erst mit den prächtigen Holunderbeeren ! Überall können wir sie in unserer nahen Umgebung im Herbst in großen Mengen finden. Man kann daraus wohlschmeckenden und vitaminreichen Holundersaft oder ein leckeres Gelee herstellen. Hier wurden nur einige Beispiele genannt, dass eine Vielzahl von Nahrungsmitteln in unmittelbarer Umgebung unserer Wohnung durch einfaches Sammeln aufzutreiben sind. Man ist dabei an der frischen Luft, lernt die Natur kennen und spart zudem noch Geld.

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