Dieter Thomas Kuhn
Mehr oder minder bekannter Maßen ist der Deutsche Thomas Kuhn Musiker. „Die singende Föhnwelle“ wie ihn Hasser liebevoll nennen, schaffte es, sich sein kleines Stücken Ruhm in den 1990er Jahren zu sichern, als plötzlich der Schlager wieder in aller Munde war. Zusammen mit der „Kapelle“, wie seine Band sich nannte, machte Kuhn sich ab Mitte der 90er einen Namen, indem er 70er-Schlager coverte und so neuen Wind in die zu diesem Zeitpunkt einigermaßen brachliegende Schlagerlandschaft brachte. Nachdem er einige Jahre durch Kneipen und kleine Clubs getingelt war, schaffte er es irgendwie, keiner weiß so ganz genau wie, sich Spielzeiten auf den Bühnen diverser großer Festivals zu sichern, wo er seine ‘Musik’ teilweise mehr als 15000 Zuhörern zumutete.
So schaffte Kuhn es nicht nur innerhalb Deutschlands, den Schlager wieder populär zu machen, sondern verschaffte sich sogar über die Landesgrenzen hinaus Aufmerksamkeit. 1997 nahm er den deutschen Schallplattenpreis entgegen, 1998 folgte der Musikpreis Echo. Als Kuhn ein Jahr später, 1999 seine Karriere offiziell beendete, hatte er beachtliche 4 Alben veröffentlicht und unzählige Platten verkauft.
Doch damit nicht genug, auch als Schauspieler sorgte Kuhn für Aufsehen. Neben der (doch eigentlich einigermaßen seriösen) Esther Schweins spielte er im Film „Der Tripp – Die nachte Gitarre 0,5“ und beteiligte sich damit an einem der „schlechtesten deutschen Filme des Jahres“ – so man dem Lexikon des Internationalen Film Glauben schenken will.
Ein letztes mal konnten seine Fans die musikalischen Ergüsse des Schlager-Meisters, wie gesagt, im Jahre 1999 genießen, wo er in der Stuttgarter Schleyerhalle sein allerletztes Konzert spielte, da er sich, nach einen Aussagen, auf musikalischer Ebene neu orientieren wollte. Ein Jahr später konnte man in Tübingen, der Heimatstadt des wahnsinnigen Dieter Kuhn, die Ausstellung „DankeFöhn“ bewundern, die Kuhn und seiner Band gewidmet war.





