Kitesurfen

Meer, Strand, Wind. Was braucht der Mensch sonst noch zum glücklich sein? Vielleicht einen Kite, der ihn Dank der Kraft des Windes vom Boden abheben lässt und ein Board, das er sich unter die Füße schnallt, damit er beim Wiederaufsetzen aufs Wasser keine nassen Füße bekommt. Kitesurfen heißt das supercoole Zauberwort, das auch routinierten Funsportlern den Puls in die Höhe treibt. Es geht um Speed, es geht um das Erfahren der wahnsinnigen Kräfte der Natur und es geht um jede Menge Spaß. Mit dem Board unter den Füßen wird der Kitesurfer vom Kite, den er in den Händen hält, übers Wasser gezogen. Damit hat man zunächst einmal alle Hände voll zu tun und darf ruhig ein bisschen stolz ein, wenn er es schafft, einigermaßen sicher auf dem Board zu stehen. Sowohl das Meer als auch der Wind können unberechenbar sein und einen ungeübten Kitesurfer ganz schön durcheinander wirbeln. Darin liegt aber auch der Reiz, es geht eben darum, sich die enorme Kraft des Windes, der man kräftemäßig nichts entgegen zu setzen hat, zu Nutze zu machen, den Kite genauso zu handhaben, dass er dich nur dahin trägt, wo du auch hin willst.

Geübte Kitesurfer erreichen wahnsinnige Geschwindigkeiten und legen halsbrecherische Sprünge hin. Die inoffiziellen Rekorde liegen dabei deutlich über den offiziellen Werten. Für Sprünge liegt dieser Wert offiziell zum Beispiel bei 10 Metern, während ein inoffizieller Rekord von unglaublichen 48 Metern kursiert. Die längste erreichte Weite liegt offizieller Weise bei 250 Metern und 8 Sekunden, die der Kitesurfer in der Luft geschwebt hat, bei einem Freistilwettkampf auf Fehmarn soll ein Teilnehmer sogar ganze 13 Sekunden in der Luft gewesen sein. Im November des letzten Jahres stellte der Franzose Alex Caizergues einen neuen offiziellen Geschwindigkeitsrekord auf, nach dem er über eine Strecke von 500 Metern durchschnittlich mit wahnsinnigen 94.41 Kilometern pro Stunde unterwegs war.

Solche Geschwindigkeiten und Sprünge sind für ‘normale’ Menschen, denen das Leben einigermaßen lieb ist, natürlich kaum zu erreichen. Müssen sie aber auch nicht. Spaß macht es auch bei geringen Geschwindigkeiten und ohne Sprünge. Gut Ding will ja auch Weile haben, daher sollten Anfänger nicht zu viel von sich erwarten.

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